Gerhard Steiner

11.07.2025
Bernhard Thöresz - junger Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler

Folgender Bericht erschien am Freitag, 11. Juli 2025 im NT und wurde von Uwe Ibl erstellt.

Mit Bernhard Thöresz als Bürgermeisterkandidat gehen die Freien Wähler in Neustadt/WN in den Kommunalwahlkampf. In der Nominierungsversammlung am Donnerstag im "Weißen Rössl" bekam er das Vertrauen von allen 14 Stimmberechtigten. Damit und mit der avisierten, aber erst im Herbst anstehenden, Aufstellung der Liste der Bewerber um einen Sitz im Stadtrat, setzt die Interessengemeinschaft auf eine Verjüngung ihrer Kandidaten.

Drei Jahre wohnt der 31-jährige Thöresz erst in der Kreisstadt, hat aber in dieser Zeit schon einige Ideen für die Zukunft generiert. "Ich sehe vieles, was in unserer Stadt gut ist. Aber ich sehe eben auch, was die letzten 10, 20 Jahre liegen geblieben ist."

Schwiegeropa war Landrat

Um das zu erkennen, hilft ihm sicherlich auch der familiäre Bezug zum Neustädter Ehrenbürger und ehemaligen Landrat Christian Kreuzer (CSU). Seine Ehefrau Laurentia, mit der Thöresz seit 2019 verheiratet ist, ist eine Enkelin Kreuzers, der die Geschicke des Landkreises von 1949 bis 1984 maßgeblich mitbestimmt hat.

Nicht weil er selbst aus der Politik komme, trete er als Bürgermeisterkandidat an, sagt Thöresz vor rund 20 Gästen. "Es braucht neue Impulse, klare Entscheidungen und jemanden, der die Dinge pragmatisch angeht." Er kandidiere für die Freien Wähler, weil sie in Neustadt eine politisch unabhängige Interessengemeinschaft zum Wohle der Bürger seien. "Ich bringe Erfahrung aus der Verwaltung, digitale Kompetenz und vor allem die Bereitschaft mit, genau hinzuhören und Verantwortung zu übernehmen", betont er. Seit 2023 arbeitet der studierte Informatiker als stellvertretender Referatsleiter beim IT-Dienstleistungszentrum des Freistaates in Marktredwitz. Wichtig sind dem gebürtigen Eichstätter die Förderung von bezahlbarem Wohnraum in der Stadt, die Förderung des Engagements nicht nur von Jugendlichen in Vereinen, Feuerwehr oder sozialen Projekten, mehr Grün auch auf dem Stadtplatz sowie eine Antwort auf die sich verschärfenden klimatischen Bedingungen durch ein kommunales Hitzekonzept mit Begrünung, Beschattung und Entsiegelung sowie die Digitalisierung von Behördengängen. "Mit klar strukturierten Informationsangeboten online wie offline und persönlichen Ansprechstellen schaffen wir Orientierung und echten Service." Außerdem liegen ihm die Anliegen von Familien besonders am Herzen.

Ab sofort sei er gefordert, sich zum Wohl der Neustädter zu engagieren, gratulierte Kreisvorsitzende Gabriela Bäumler. "Am Wochenende ist Gelegenheit, beim Bürgerfest herumzugehen und sich zu zeigen."

Junge Gesichter

Die FW-Urgesteine Karl Meier, Gerhard Steiner und Hermann Schmid freuen sich über den Bürgermeisteranwärter und die Aussicht auf junge Kandidaten für den Stadtrat. "Das Volk will junge Gesichter, die sich dann auch auf den Plakaten präsentieren", sagt Meier. Nach 30 Jahren könne er kürzer treten.

"Im Nachhinein bin ich froh, dass ich nicht Zweiter Bürgermeister geworden bin", blickt Steiner auf eine Enttäuschung zu Beginn der aktuellen Amtsperiode zurück. Der Schulrektor geht demnächst in Ruhestand. Zum vierten Mal wollte er nicht für den Posten des Stadtoberhaupts kandidieren. "Ich werde jetzt Vollzeit-Opa." Für den Stadtrat will er aber, ebenfalls wie Schmid, erneut antreten. "Ein bisserl Beschäftigung brauche ich schon noch."