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Bericht von Uwe Ibl - veröffentlicht im NT in der Ausgabe 14./15.8.25
Neustadt/WN. Mit einer Umfrage möchten die Freien Wähler (FW) Meinungen und Wünsche der Neustädter Bürger für die Stadtpolitik ergründen. Die Methode ist in der Stadt nichts Neues und war in der Vergangen-heit bei verschiedenen Akteuren auch nicht immer erfolgreich. Das aber schreckt die FW nicht ab, sondern spornt sie an, es besser zu machen. Der Fragebogen könne auch online ausgefüllt werden. "Deshalb erhoffen wir uns eine größere Beteiligung", sagt FW-Urgestein Gerhard Steiner. Die von Bürgermeister-kandidat Bernhard Thöresz als Idee eingebrachte Aktion sei professionell ausgearbeitet und schon häufig eingesetzt worden.
Projekt aus Schottland
Die Neustädter nutzen dafür ein von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) herausgegebenes Programm mit dem Namen "StadtRaumMonitor". Es basiert auf einer Entwicklung der schottischen Regierung mit Gesundheitsbehörden, Architekten und der Stadt Glasgow. "Der "StadtRaumMonitor" unterstützt die verantwortlichen Akteurinnen und Akteure dabei, lebenswerte und gesundheitsförderliche Wohnorte und Umgebungen entstehen zu lassen, in denen die Menschen gerne leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen", heißt es in der begleitenden Broschüre.
Inhaltlich geht es um die Themenbereiche Mobilität, öffentlicher Raum, Versorgung, Arbeit, Wohnen sowie um das soziale Miteinander und Klimaanpassung. Letztere ist für die kommunalpolitische Interessens-gemeinschaft ein sehr wichtiges Thema. Leider habe es bis jetzt kaum Beachtung gefunden, meint Fraktionssprecher Gerhard Steiner. "Wir dürfen unsere Augen vor der Realität im Hinblick auf den Klimawandel nicht verschließen - dies sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig."
Kommentare erwünscht
Die Freien Wähler in der Kreisstadt wollen deshalb für dieses Thema sensibilisieren und Möglichkeiten für ein nachhaltiges, verantwortungsbewusstes Verhalten aufzeigen. Neben der Bewertung des Lebensraums ist bei jeder der 19 Fragen auch Platz für Kommentare, beispielsweise zu Defiziten und Verbesserungs-vorschlägen. Diese fließen samt der statistischen Bewertung ebenfalls in die in der Adventszeit geplante Auswertung mit ein. Die Ergebnisse werden im Anschluss veröffentlicht. "Dann wollen wir darangehen, etwas zu realisieren", sagt Bernhard Thöresz zum weiteren Weg.
Start der Umfrage ist Mitte September nach den Ferien. "Wir planen, Plakate und Handzettel in den Geschäften aufzulegen, versehen mit einem QR-Code", sagt Steiner. Außerdem wird es Infostände geben. Dort wollen die Freien Wähler die Bürger ansprechen und zum Mitmachen bewegen. Fragebögen liegen auch in Papierform zum Ausfüllen bereit. Antworten können außerdem gemeinsam im Gespräch erarbeitet werden. Thörezs: "Wir wollen denen, die nicht so profund sind, unter die Arme greifen und breiten Bevölkerungsschichten die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen."