Gerhard Steiner - Wasserreferent Andreas Weinziel erläutert die Aufgaben der beiden Rohrleitungen
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23.08.2025
Neue Maßstäbe in der Wasserversorgung: Der Hochbehälter Neustadt nach einem Jahr Betrieb

Ein Jahr im Betrieb: Investition in die Zukunft

Vor rund einem Jahr wurde der neue Hochbehälter an der Windischeschenbacher Straße in Betrieb genommen – eine Investition von insgesamt 3,8 Millionen Euro. Wasserreferent Hermann Schmid stellte die Kosten detailliert dar:

  • Neubau rund 2,2 Mio. €
  • Wasserleitungsbau 150.000 €
  • Straßenbau 250.000 €
  • Elektro-, Steuerungs- und Fernwirktechnik 217.000 €
  • Abbruch Hochbehälter 1: 187.000 €
  • Umbau Hochbehälter 2 zur Bauhof-Lagerhalle: 459.000 €
  • Planungskosten: 333.000 €

Diese Transparenz verdeutlicht die Dimension der Baumaßnahme, die für die Stadt jedoch einen langfristigen Mehrwert schafft.


Wie funktioniert die Wasserversorgung?

Wasserwart Andreas Neuziel erklärte die Technik der Anlage: Zwei Leitungen versorgen Neustadt.

  • Brunnen am Süßenloher Weiher: Das dort gewonnene Wasser wird über eine Kiesbett-Filteranlage von Eisen und Mangan befreit.
  • Leitung von der Steinwaldgruppe: Sie dient als Reserve. Vertraglich ist eine jährliche Abnahme von 50.000 m³ gesichert – damit ist die Stadt auch in Notfällen bestens versorgt.

Nachts wird der Hochbehälter wieder bis zu 90 Prozent aufgefüllt. Regelmäßige Wasserproben garantieren eine gleichbleibend hohe Qualität.


Ringleitung, Druckzonen und Sicherheit

Das gesamte Stadtgebiet wird über eine Ringleitung mit Fließdruck versorgt. Die Druckunterschiede sind je nach Lage beachtlich:

  • Freyung: ca. 11 bar
  • Rumpler 2: ca. 4 bar
  • Rumpler 3: Pumpstation mit drei Pumpen, eine davon speziell für die Feuerwehr

Über eine „Warn-App“ werden Mitarbeiter sofort bei Störungen wie Rohrbrüchen informiert – rund um die Uhr.


Nachhaltige Nutzung: Vom Hochbehälter zur Bauhofhalle

Ein besonderer Aspekt der Baumaßnahme war die Umnutzung des alten Hochbehälters zu einer Lagerhalle für den städtischen Bauhof. Bauhofleiter Alexander Lang betonte, dass man anfangs skeptisch wegen der Kosten war. Doch im Vergleich zu Abbruchkosten und externen Lagerverträgen überwiegen die Vorteile:

  • neue, zentrale Lagermöglichkeiten
  • keine Verlängerung eines teuren Hallenmietvertrags
  • frostfreie Lagerung ohne zusätzliche Heizung
  • optimale Nutzung durch Hochregale

Damit ist der Umbau ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung.

„Sauberes Trinkwasser ist für uns alle unverzichtbar. Mit dem neuen Hochbehälter haben wir eine Anlage, die nicht nur höchste Qualität garantiert, sondern auch nachhaltig und vorausschauend geplant wurde. Das ist eine echte Investition in die Zukunft unserer Stadt.“